In Köln-Deutz ist nach nur drei Jahren Bauzeit das Gymnasium Brügelmannstraße nach Plänen des Architekturbüros heinlewischer fertiggestellt worden. Die architektonisch hochwertige Clusterschule bildet gemeinsam mit einem eigenständigen Sport- und Bürokomplex auf dem Nachbargrundstück ein stimmiges Ensemble. Im Inneren liegen zwei übereinandergestapelte Sporthallen, die von Büroflächen mantelartig umschlossen werden. Im Erdgeschoss öffnet eine flexible Glasfassade den Pausen- und Veranstaltungsraum weit nach Süden und verbindet den Innenraum fließend mit der großen Außenterrasse.
Der Schulneubau geht auf ein Investorenauswahlverfahren der Stadt Köln zurück. Im Jahr 2020 wurde ein privater Investor mit geeignetem Bauplatz gesucht, der ein Gymnasium für 1.000 Schülerinnen und Schüler errichtet und es anschließend langfristig an die Stadt vermietet. Die Ulrich Beckmann Real Estate GmbH, Eigentümerin dreier benachbarter Liegenschaften in Köln-Deutz, nahm mit einem Entwurf des Architekturbüros heinlewischer an dem Verfahren teil und überzeugte.
Ursprünglich war vorgesehen, die Sporthalle mit den geforderten vier Übungseinheiten ebenfalls auf dem Schulgrundstück zu errichten. Die Anordnung der Schulhofflächen dort hätte jedoch die Aufsichtspflicht der Lehrkräfte erschwert, weshalb die Stadt diese Planung verwarf. Die Lösung: Auf dem Nachbargrundstück wurden zwei Zweifachsporthallen übereinandergestapelt. Die übrigen Flächen des Gebäudes konnten, soweit es der Bebauungsplan erlaubte, mit Büros ergänzt werden. So ließ sich das Grundstück wirtschaftlich optimal nutzen.