Bemerkenswerte Leichtigkeit: Die neue Mehrzweckhalle von Coudoux

Ein ökologisches Pilotprojekt für Freizeit und Sport

 

Coudoux, eine 4.000-Einwohner-Gemeinde zwischen Marseille und Aix-en-Provence, verbindet ländliche Idylle mit stadtnahem Wohnen. Seit Kurzem bereichert eine außergewöhnliche Mehrzweckhalle für den heimischen Tennisclub das Ortsbild – ein ökologisches Pilotprojekt für Freizeit und Sport. Der Holzbau fügt sich mit seiner klaren Struktur und Offenheit harmonisch in die mediterrane Umgebung ein. Am Rand eines Pinienwäldchens gelegen, das als Wasserrückhaltebecken und künftiger Park dient, entsteht gemeinsam mit den bestehenden Sportanlagen ein vielseitig nutzbares Freizeitareal für die Bevölkerung.

Die Bezeichnung „Mehrzweckhalle“ wird der architektonischen Qualität des Neubaus vom Atelier Régis Roudil aus dem benachbarten Aix kaum gerecht: Der rechteckige Holzbau beeindruckt durch eine bemerkenswerte Leichtigkeit. Diese entsteht durch die Glas-Faltwände auf den beiden Längsseiten der im Inneren stützenfreien Holzkonstruktion. Sie gewähren bereits von der Ferne freien Blick auf die Tennisplätze – aufgrund ihrer filigranen Profilkonstruktion aus Holz selbst dann, wenn die Bauelemente geschlossen sind. Sind sie jedoch auf ganzer Breite geöffnet und als schmale Glaspakete auf nur einer Seite geparkt, entsteht der Eindruck eines offenen Torhauses mit hoher räumlicher Qualität. Verstärkt wird dieser Eindruck durch den 40 cm hohen, mit Naturstein eingefassten Betonsockel, auf dem das Gebäude wie auf einem Podest zu ruhen scheint.

Konstruktion und Nachhaltigkeit

Der Mehrzweckraum hat eine Nutzfläche von 85 Quadratmetern mit den Abmessungen 14,70 m x 9,50 m x 4,18 m (L x B x H). Sanitär-, Lager- und Technikräume sind in vier jeweils fünf Quadratmeter großen Quadern an den Ecken des Hauptraumes integriert. Das leicht zurückgesetzte Flachdach wurde aus vorgefertigten Kassettenelementen konstruiert. Besonderen Wert legten das Architekturbüro auf die Materialwahl: Bis auf den Sockel und Teile der Dämmung und des Sonnenschutzes wurde das gesamte Gebäude aus heimischer Aleppo-Kiefer errichtet. Diese Holzart war lange Zeit vom Markt verdrängt worden. Mit dem Neubau setzen die Gemeinde Coudoux und das Atelier Roudil ein Zeichen für die Renaissance dieses regionalen Werkstoffs. Ziel ist es, in Zusammenarbeit mit Unternehmen, Umweltverbänden und staatlichen Institutionen eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Bauweise mit Aleppo-Kiefer in der Region zu etablieren.

Glas-Faltwände als prägnantes Gestaltungselement

Die Glas-Faltwände sind das zentrale architektonische Gestaltungselement des Entwurfs – mit ihnen konnte der Wunsch nach einem nach zwei Seiten vollständig offenen, mit der Landschaft interagierenden Raum realisiert werden. Um die Glas-Faltwände harmonisch in das Gebäude zu integrieren, sollten sie – wie die übrige Konstruktion – aus Holz gefertigt werden. Die Wahl fiel auf das Holz-Glas-Faltwandsystem Woodline von Solarlux, das Architekt Régis Roudil auf der Messe Batimat in Paris entdeckte und für die Mehrzweckhalle in Coudoux aus Lärchenholz gefertigt wurde.

Die Holzprofile aus mehrfach schichtverleimten Qualitätsholzkanteln bieten mit einer Ansichtsbreite von nur 143 mm im Flügelstoß eine außergewöhnliche Transparenz und unterstreichen die architektonische Leichtigkeit des Gebäudes.

Neben der hohen Manufakturqualität überzeugten den Architekten die hohe Funktionalität und die mühelose Handhabung der Bauelemente. Nach eigener Aussage konnte er mit diesem System die architektonische Identität des Projekts bewahren und gleichzeitig moderne Bauelemente harmonisch integrieren.

Die 6,90 m breiten und 2,80 m hohen Glas-Faltwände bestehen aus sieben Faltelementen, die sich auf Wunsch nach außen auffalten lassen. Zum Öffnen werden sie nach dem Ziehharmonika-Prinzip barrierefrei zusammengeschoben und als schmale Glaspakete platzsparend auf jeweils einer Seite der Öffnung geparkt. Ein Drehflügel als separater Durchgang rundet die projektspezifischen Anforderungen an die Glas-Faltwände des Systems Woodline ab.

Zusammenarbeit als Erfolgsfaktor

Entscheidend für den Projekterfolg war neben der passenden Produktwahl die gute Zusammenarbeit mit dem für die Montage verantwortlichen Bauunternehmen Exe Bois Eco-Construction. Bei einem Besuch im Solarlux-Showroom in Aix-en-Provence konnte sich das Team bereits im Vorfeld mit den Glas-Faltwänden vertraut machen. Emile Lievremont, Geschäftsführer von Exe Bois, zeigte sich im Nachhinein beeindruckt von der hohen Verarbeitungsqualität und hob die persönliche Betreuung sowie den umfassenden, technischen Support des Herstellers hervor. So konnte trotz technischer Besonderheiten des Projekts eine reibungslose Montage gewährleistet werden.

Fazit

Die neue Mehrzweckhalle in Coudoux ist das Ergebnis einer gelungenen interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Architekturbüro, Handwerksbetrieb und Produkthersteller. Durch die Kombination von nachhaltigen, regionalen Materialien, einer durchdachten Konstruktion und modernen Qualitätsprodukten wie den Glas-Faltwänden von Solarlux ist ein Gebäude entstanden, das sowohl ästhetisch als auch funktional überzeugt. Die Umsetzung dieses ökologischen Pilotprojektes zeigt, wie technische Komponenten architektonische Gestaltungskonzepte optimal unterstützen können.

Medien

Bemerkenswerte Leichtigkeit: Die neue Mehrzweckhalle von Coudoux

Fotos: Daniel Sumesgutner für Solarlux GmbH

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