Balkonverglasung Werkswohnungen München

Bildnachweis: Oliver Heissner/oliverheissner.de

Solarlux war einer der wenigen Hersteller, die unsere Anforderungen überhaupt erfüllen konnten. Und es war einfach verständlich zu machen, was gebraucht wurde.
Christoph Mörkl, Superblock Ziviltechniker GmbH, Wien
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Foto: SUPERBLOCK Ziviltechniker GmbH

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Die SUPERBLOCK Ziviltechniker GmbH wurde 2003 von Verena und Christoph Mörkl gegründet, seit 2006 bearbeiten sie gemeinsam mit einem Team aus engagierten MitarbeiterInnen eine wachsende Zahl von Projekten, die überwiegend in Österreich und Deutschland angesiedelt sind. Zu ihren Schwerpunkten zählen unter anderem der geförderte und der frei finanzierte Wohnbau sowie die Planung von Betreuungs- und Sozialeinrichtungen. Darüber hinaus erarbeitet das Büro städtebauliche Entwicklungsstrategien und erstellen Bebauungsstudien, städtebauliche Konzepte sowie theoretische Studien zu Themen der Stadtentwicklung und Wohnbauproduktion.

 

118 neue SWM-Werkswohnungen in München-Moosach

Den Realisierungswettbewerb für das Wohngebäude konnte die Superblock Ziviltechniker GmbH für sich entscheiden. Ziel war es „hochwertige, trotzdem erschwingliche Werkswohnungen für eine langfristige Mitarbeiterbindung zu schaffen“, erzählt Christoph Mörkl, Bürogründer und Gesellschafter des Wiener Architekturbüros. Der Wettbewerbsentwurf überzeugte die die Stadtwerke München (SWM) als Auftraggeberin unter anderem durch die gelungene Anbindung an das benachbarte Bestandsgebäude „Hybrid M“– eine L-förmige Mantelbebauung mit Büros, die den Busbetriebshof auf zwei Seiten umschließt. Der Neubau begrenzt als achtgeschossiger Riegel mit vorgelagertem, dreigeschossigem Sockelbau die dritte Seite des Areals in Richtung Süden. An der Hanauer Straße wurde er direkt an das „Hybrid M“-Gebäude von JSWD Architekten angebaut, so dass Arbeiten und Wohnen ineinandergreifen. Die exakt übernommene Traufhöhe sowie adaptierte Materialien sorgen an dieser Stelle für ein einheitliches Stadtbild, trotzdem bewahren sich beide Gebäude ihren eigenständigen architektonischen Charakter.

In Richtung Süden nimmt der Neubau durch die Staffelung der Baukörper Rücksicht auf die Umgebungsbebauung mit den anschließenden denkmalgeschützten Siedlungshäusern.

Von der Einraumwohnung bis zum Stadthaus

Eine wesentliche Stärke des Entwurfs ist das Angebot unterschiedlicher Wohnungsgrößen und -typen. Es reicht von Ein-Zimmer-Appartements über familienfreundliche 5-Zimmer-Wohnungen bis hin zu kleinen Stadthäusern über zwei Etagen. Letztere stellen eine Besonderheit dar und befinden sich im dreigeschossigen Sockelbau, dessen Dachfläche als Gemeinschaftsterrasse dient. Dieser Maisonette-Typ findet sich auch im 3.Obergeschoss wieder, mit Anbindung an den Gemeinschaftsdachgarten.

Der Großteil der Wohneinheiten sind jedoch 2-, 3- und 4-Zimmer-Wohnungen, überwiegend im achtgeschossigen, L-förmigen Riegelbau untergebracht. Dessen Rückseite grenzt über über das EG und 1. OG unmittelbar an den Busbetriebshof an, der ideale Raum, um dort eine oberirdische Garage zu platzieren. In der zweiten Etage können kleine Atelier- und Hobbyräume zusätzlich von der Bewohnerschaft angemietet werden.

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Die Wohnungen sind mit Parkettböden hochwertig ausgestattet. Ein besonderes Angebot bilden die vorgelagerten Stadthäuser mit Maisonettewohnungen.

Hoher Ausbaustandard

In der zweiten Etage können kleine Atelier- und Hobbyräume zusätzlich von der Bewohnerschaft angemietet werden. 290 Quadratmeter Bürofläche komplettieren das Raumangebot. Als Erschließung entschieden sich die Architekten für einen teilweise zweigeschossigen, innenliegenden Flurbereich; die Appartements ab dem dritten Geschoss sind größtenteils über Laubengänge zugänglich.

Die hohe Attraktivität der Wohnungen ergibt sich zum einen aus einem hochwertigen Innenausbau wie z. B. Parkettböden und Holz-Alu-Fenstern, zum anderen aus privaten Außenräumen in Form von aufgefächerten Balkonen oder Terrassen, über die alle Wohneinheiten verfügen.

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Zielvorgabe: Erhöhter Schallschutz

Die Balkone erstrecken sich über die die gesamten Fassadenbreiten der Ost-, Süd- und Westseite. Auf diese Weise nehmen sie als umlaufendes Gestaltungselement dem Baukörper seine Massivität. Dazu trägt auch der gewählte champagnerfarbene Blend- und Sonnenschutz bei: Raumhohe Lochblechpaneele lassen sich individuell steuern und erzeugen so ein lebendiges Fassadenbild. Ein besonderes Augenmerk lag aufgrund des Verkehrsaufkommens beim Schallschutz auf der Ost- und Westfassade. Laut des Bebauungsplanes der Stadt München durfte „in der Mitte des Außenwohnbereichs ein Verkehrslärmpegel von 59 dB(A) tagsüber nicht überschritten werden“. Gelöst wurde die bauliche Anforderung durch ein raumhohes Schiebe-Dreh-System mit Ganzglasscheiben.

Die Schiebe-Dreh-Systeme sind in der Wohnbebauung an der Hanauer Straße bis zu 10 Meter lang und 2,5 Meter hoch.

Ein System, zahlreiche Vorzüge

Neben der Gewährleistung des geforderten Schallschutzes, der in München vor der Gebäudehülle erfolgen musste, bringt die bewegliche Verglasung weitere Vorteile mit sich: Sie verringert als Pufferzone mit solaren Einträgen die Transmissionswärmeverluste im Winter, schützt die Balkonkonstruktion und -möblierung vor Witterung und erhöht grundsätzlich die Wohnqualität der Mieter*innen zu jeder Jahreszeit. Für ausreichend Frischluft sorgen 3 mm große Lüftungsspalten, die zwischen den Elementen platziert sind.

Die eingesetzten Bauelemente SL 25 und SL 25 XXL von Solarlux mindern den Schall um bis zu 22 dB RwP. Als technische Innovation, die von Solarlux auf der BAU 2023 lanciert wurde, liegen die geprüften Werte der neuen Generation „Proline T“, bei der die Profilhöhen um ca. ein Drittel reduziert werden konnten, bei voller Ausstattung sogar bei bis zu 30 dB RwP.

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BAUTAFEL
  • Projekt: Neubau von 118 Wohnungen für Mitarbeiter*innen der Stadtwerke München GmbH mit Büroflächen
  • Bauzeit: Mai 2019 bis Juli 2022
  • Bauherr und Projektleitung: Stadtwerke München GmbH Immobilien
  • Architekten, Konzeption und Entwurf: Superblock Ziviltechniker GmbH, Wien
  • Teile der Ausbauplanung sowie Bauleitung: CL MAP GmbH, München
  • Grundstücksgröße: 7.008 m2, Wohnfläche: ca. 9.500m2, Büroflächen: 290 m2
  • Balkonverglasung: SL 25 
  • Energiekonzept: Klimafreundliche Fernwärme für Warmwasser und Heizung. Photovoltaik-Anlage auf dem Dach.
Technik auf einen Blick
Verglasung
Verglasung
Verglasung
12, 15 mm ESG-H, 17,52 mm VSG 88,4 mm
Höhenausgleich
Höhenausgleich
Höhenausgleich
bis 8 mm
Veriegelung
Veriegelung
Verriegelung
als Drehknauf oder Drücker
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