Glas-Faltwand Rotterdam

Fließende Übergänge: Vergangenheit trifft Moderne

Wohnraum ist in vielen Großstädten knapp bemessen. Großzügige, offene Räume gehören zur Seltenheit. Insbesondere die Niederlande sind für schmale, dicht an dicht stehende Häuser bekannt. Diese prägen auch das Stadtbild von Rotterdam. Um einem engen Reihenhaus mehr Raum, Offenheit und Helligkeit zu verschaffen, haben FOAM Architekten den Wohnraum mithilfe von großen, beweglichen Glasfassaden erweitert.

Auf einer der vornehmsten Straßen, in der Innenstadt von Rotterdam, steht ein typisch holländisches Reihenhaus aus roten Backsteinen. Charakteristisch sind der niedrige Keller und die kleinen Räume. Insgesamt sind die Innenräume sehr dunkel, kleine Fenster lassen nur wenig Tageslicht ins Gebäudeinnere. Als das Haus vor wenigen Jahren den Besitzer wechselte, sollte es sein Erscheinungsbild komplett verändern. Der Wunsch des neuen Bauherrn war es die ehemals zwei Wohnparteien in ein großzügiges, helles Haus zu verwandeln, das mehr Offenheit bietet. Gleichzeitig sollt es den Charme des historischen Gebäudes nicht verlieren.

Neue Verbindungen

Doch um die Neuinterpretation der gesamten Architektur zu erreichen, waren viele Ideen und zahlreiche Veränderungen notwendig. Das Bauunternehmen Euroconstruct und Joren Vis von FOAM Architekten arbeiteten Hand in Hand an dem Projekt, um den Anforderungen des Bauherrn gerecht zu werden. „Als Büro konzentrieren wir uns speziell auf die Renovierung dieses Gebäudetyps“, berichtet Architekt Joren Vis. „Unsere Entwürfe sind stets darauf fokussiert, das Bestandsgebäude zu erhalten, typische Elemente zu restaurieren und diese Elemente dann mit modernem, zeitgenössischem Design zu kombinieren.“ Da die untere Etage sehr klein war, sodass Küche und Wohnzimmer nicht in einem Stockwerk Platz finden konnten, entstand zu Beginn der Planungsphase die Idee, die ersten beiden Stockwerke dafür zu nutzen und möglichst reibungslos zu verbinden.

„In der Architektur haben wir versucht, die Atmosphäre und den Status eines Herrenhauses aus dem späten 19. Jahrhundert wiederherzustellen, aber in einem Stil, der für das kommende Jahrhundert angemessen ist“, erklärt der Architekt Joren Vis. So sollten Helligkeit und Offenheit die zentralen Elemente des Raumkonzeptes werden und die beiden Geschosse zu einer Einheit verschmelzen.

Tuin glazen vouwwand Rotterdam

Auf der Rückseite bot der Raum unterhalb des Balkons Platz für einen zweistöckigen Anbau. Die nur 1,5 Meter tiefe Erweiterung sorgt dafür, dass die Küche im Erdgeschoss anstatt im Keller angesiedelt werden kann und schafft eine Verbindung mit dem Wohnzimmer im ersten Stock. Die Schrankwand der Küche konnte nahtlos in die Eichentreppe integriert werden, die zum Wohnzimmer führt. Zudem wurden auch das Hauptschlafzimmer, das Badezimmer und der Ankleideraum im Obergeschoss so offen wie möglich miteinander verbunden. Nachdem die einzelnen Etagen und Räume zusammengeführt wurden, galt es noch den Innenräumen mehr Helligkeit zu verschaffen.

Bei den ersten Entwürfen wurde ein Klappfenster im Keller diskutiert, das lange im Design blieb. Doch schnell wurde klar, dass so sowohl die Küche als auch das Wohnzimmer wahrscheinlich nicht ausreichend hell werden würden und die Beziehung zwischen den beiden Etagen nicht offen genug wäre. Deshalb entschieden sich FOAM Architekten für die Glas-Faltwand von Solarlux. Da es im 2. Stock bereits einen Balkon gab, war die Voraussetzung für den Bau von Anfang an gegeben. Mit der fast 6 Meter hohen Glas-Fassade erscheinen die Innenräume in einem völlig anderen Licht. 

Lesen Sie in dem Download-Dokument die vollständige Reportage.