Mit Glas-Faltwänden das Draußen nach drinnen holen
In der niederländischen Provinz Noord-Holland ist aus einer unscheinbaren Doppelhaushälfte aus den 1950er-Jahren ein lichtdurchflutetes Wohnhaus mit einem großzügigen Raumkonzept entstanden. Das erlesene Interieur lebt vom Spannungsfeld kontrastreicher Materialien: Warme Hölzer und Naturtexturen treffen auf kühle Oberflächen wie Marmor und Messing. So entstand eine zeitlose Gestaltung im skandinavischen Design. Für Offenheit und Transparenz sorgen flexible Glas-Faltwände. Diese öffnen die Fassade auf zwei Seiten und sogar über Eck. Dadurch wird die Trennung zwischen Innen- und Außenbereich nahezu vollständig aufgehoben.
Das Grundstück direkt an der Dünenlandschaft des Nationalparks Zuid-Kennemerland und nur 40 Autominuten von Amsterdam entfernt begeisterte die fünfköpfige Bauherrenfamilie sofort. Die Doppelhaushälfte aus dem Jahr 1957 des niederländischen Architekten van Kempen war jedoch zu klein und nicht mehr zeitgemäß. Durch eine Kernsanierung und die Aufstockung um ein zusätzliches Geschoss konnte das Potenzial jedoch voll ausgeschöpft werden. Auch die Eigentümer der Nachbarhälfte entschieden sich für diesen Schritt, wodurch das einheitliche äußere Erscheinungsbild erhalten blieb. Heute überzeugt das Haus durch eine klare Formensprache ohne Dachüberstände, die durch große Fenster mit schmalen, schwarzgrauen Rahmen akzentuiert wird. Zugleich blieb der ursprüngliche Charme der 50er-Jahre erhalten.