Wohnen im Zentrum

Monarch III, Den Haag

 

Transparenz schaffen und den Wohnraum vor Schall absorbieren – zwei Anforderungen, die das Bauprojekt Monarch III in Den Haag optimal miteinander kombiniert. Die bewegliche Balkonverglasung ist dabei in vielerlei Hinsicht ein Gewinn für das Gebäude: Sie schützt vor Stadt- und Autobahnlärm, bietet grenzenlose Ausblicke in die Umgebung und verwandelt den Balkon flexibel in einen Freisitz.

Mitten im Finanzviertel Beatrixkwartier in Den Haag wurde neuer Wohnraum geschaffen. Zwei 70 Meter hohe Türme beherbergen 248 Mietwohnungen sowie eine Gastronomie im Sockel. Die Wohntürme des Monarchen III, entworfen von den Architekten Powerhouse Company, erfüllen die Nachfrage nach erschwinglichen, hochwertigen Apartments in bester Lage. Nur wenige hundert Meter vom Hauptbahnhof und der Einkaufsstraße entfernt, bietet der Standort nicht nur die Nähe zum Zentrum. Zusätzlich ermöglichen die Wohntürme einen freien Blick auf die Skyline von Den Haag und den Park Haagse Bos, der sich von der Altstadt im Südwesten bis zur Grenze von Wassenaar im Nordosten erstreckt. Das Gebäudeensemble ist über einen erhöhten Platz verbunden. Dort befindet sich ein Gemeinschaftsgarten für die Nutzer des Beatrixkwartier – eine zusätzliche Grünfläche mitten im Zentrum.

 

Durchdachtes Gesamtkonzept

Aufgrund der einmaligen Lage und Aussicht der Wohntürme ist der Kern des architektonischen Konzeptes eine transparente Gestaltung. Raumhohe Fenster, durchsichtige Gebäudeecken und verglaste Innen- und Kragarmbalkone schmücken die Fassade. Die restliche Gebäudehülle wurde in weiß gefasst, sodass die Türme die Optik der zahlreichen Bürogebäude und der Wohnhochhäuser Monarch I und II widerspiegeln. Auch die angrenzende Metrostrecke wurde mit einer weißen Konstruktion umschlossen. So fügt sich das Gebäudeensemble perfekt in seine unmittelbare Umgebung und erfüllt die baulichen Vorgaben der Stadt Den Haag.

Die im Chicago-Stil entworfenen Wohntürme mussten aufgrund der begrenzten Fläche sehr nah beieinander positioniert werden und liegen unmittelbar an der Autobahn A12. Dies war nicht nur in der baulichen Umsetzung, sondern bereits in der Planung eine Herausforderung. So sollten die Balkone trotzdem einen freien Ausblick bieten und zugleich galt es, die Privatsphäre der Bewohner vor ungewollten Einblicken aus den gegenüberliegenden Wohnungen zu schützen. Dazu entwickelte das Architekturbüro eine intelligente Lösung: Die Türme wurden schräg zueinander angeordnet, sodass die Blicke von innen nach außen an dem Gebäude vorbei führen. Zusätzlich hat die Positionierung den Vorteil, dass genug Sonne und somit ausreichend Tageslicht in alle Räume dringt.
 

Transparenz und Schallschutz kombiniert

Nicht nur die begrenzte Fläche sondern auch der umgebende Lärm stellten die Architekten bei der Planung vor eine große Herausforderung. Neben der angrenzenden Autobahn A12, führt direkt die Metro und die Hauptverkehrsstraße Pr. Beatrixlaan an den Gebäuden vor-bei. Um einen hohen Wohnkomfort für die Bewohner zu gewährleis-ten, wurden besondere Schallschutzvorkehrungen getroffen. An der Seite der Schlafzimmer wurde das gedämmte Mauerwerk mit einer zusätzlichen Glasfassade versehen, um den Ruheanforderungen der Schlafräume gerecht zu werden. Unmittelbar an die Wohnräume schließen sich die Balkone an, die ebenfalls mit einer schallschüt-zenden Verglasung versehen wurde. Diese lässt sich diese flexibel öffnen, sodass der Balkoncharakter erhalten bleibt. Zusätzlich bieten die rahmenlosen Glaselemente in Verbindung mit der Glasbrüstung eine freie Aussicht auf die Höhepunkte der Stadt – teilweise bis zum Pier am Strand von Scheveningen.

Realisiert wurden die Ganzglas-Balkone mit dem Schiebe-Dreh-System SL 25 von Solarlux, dem Spezialisten für bewegliche Fenster- und Fassadenlösungen. Die rahmenlose Balkonverglasung hält Regen, Wind und Schall bis 22 dB ab. Auf die gläserne Brüstung montiert, lassen sich die Scheiben einzeln zur Seite verfahren und zu einem fest fixierten Paket im rechten Winkel aufdrehen, das auch bei starken Windstößen sicher ist. So kann der Freisitz das ganze Jahr über ge-nutzt werden. Dadurch wird den Bewohnern eine zusätzliche Fläche geboten. „Ursprünglich wurde die Balkonverglasung von Solarlux als Schallschutz angedacht, sodass die Räume zur A12 bewohnbar sind. Der zusätzliche Wohnkomfort des flexiblen Systems überzeugte uns umso mehr“, erläutert der verantwortliche Architekt Dik Houben von Powerhouse Company. Deshalb wurde die gläserne Hülle für die Innen- als auch für die auskragenden Balkone verwendet. Insgesamt schmücken 1250 bewegliche Glaselemente das Gebäude.

Die größte Herausforderung für Solarlux bei diesem Projekt lag in der Aufnahme der Maßtoleranzen, denn in der Praxis gleicht kein Balkon dem anderen. Deshalb wurden die fertiggestellten Balkone vom Unternehmen selbst vermessen und im Anschluss die Verglasungen maßgefertigt. Damit die große Anzahl an Glaselementen die Lagerkapazitäten der Baustelle nicht einschränkt beziehungsweise den Baustellenbetrieb nicht beeinträchtigt, wurde die Anzahl der wöchentlich verbauten Elemente nach und nach geliefert. Dies war zusätzlich ein Vorteil im Hinblick auf die eingeschränkte Grundfläche.
 

Monarch III, Den Haag